Elementarschäden: Zahlreiche bayrischen Hauseigentümer unversichert

Ein Hochwasser verwüstete 2013 verheerend große Bereiche Bayerns, darunter auch den Stadtteil Fischerdorf in Deggendorf, wo das Wasser bis zu vier Meter hoch stieg. Zwei Wochen nach dem Unglück trafen sich mehr als 500 Opfer in der Stadthalle Deggendorf, die meisten aus Fischerdorf. Die Bewohner, immer noch erschöpft von der Katastrophe, teilten erschütternde Geschichten über überflutete Straßen, zerstörte Gebäude und verlorenen Hausrat, erinnert sich Sascha Straub, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern.

Zur Zeit der Flut hatten weniger als 20 Prozent der Opfer eine Elementarschadenversicherung, was der damaligen Versicherungsabdeckung in Bayern entsprach. Seitdem hat sich die Zahl auf etwa 41 Prozent erhöht. Das bedeutet aber auch, dass 59 Prozent nicht über eine solche Versicherung haben. Diese Prozentzahl liegt laut der Verbraucherzentrale Bayern unter dem Bundesdurchschnitt, während gleichzeitig die Anzahl schwerer Unwetterereignisse steigt. Sascha Straub weist darauf hin, dass viele Versicherer nun Wohngebäudeversicherungen nur noch mit Elementarschutz für Neuverträge anbieten werden und dass Neubauten in Überschwemmungsgebieten in der Zukunft möglicherweise nicht mehr versicherbar sein könnten.

Eigentümer, die eine Elementarschadenversicherung benötigen oder spezielle Fragen zum Thema haben, können sich von den Mitarbeitern der Verbraucherzentrale beraten lassen. Sie helfen bei der Ermittlung des individuellen Versicherungsbedarfs, überprüfen bestehende Versicherungspolicen und unterstützen bei der Kündigung bestehender Policen. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale Bayern und im kostenlosen E-Book „Unwetter Gebäude-Check“ zu finden.verbraucherzentrale-bayern.de
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